|
News
15.09.11TetraUmwelt- und Verbraucherorganisation
zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung
diagnose FUNK
›
Zusammengestellt ohne Anspruch auf Vollständigkeit: www.diagnose-funk.de in Zusammenarbeit mit www.feldkirchen-westerham-tetra.de 12.05.2011
AUSGANGSLAGE
Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sind mit den für ihre Zwecke optimalen Kommunika-tionsmitteln auszustatten. Objektiv erwiesene Tauglichkeit und Finanzierbarkeit, Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie die Einbeziehung der Anwender sind hierfür Voraussetzung.
Diesen Anforderungen werden das Projekt und die Technik TETRA in den entscheidenden Bereichen nicht gerecht:
A) TECHNISCHE TAUGLICHKEIT UND SICHERHEIT
1. Hohe Ausfallrisiken durch eine zentralistische Systemarchitektur: Kompliziert zu programmierende Leit- stellen und Steuerungsserver, dadurch ständige Gefahren durch Programmfehler, Hackerangriffe, Sabotage und Terroranschläge, die dann alle BOS gleichzeitig treffen.
2. Hohe Ausfallrisiken durch rasche Überlastung: Die grundsätzliche Tauglichkeit und Verlässlichkeit des TETRA- Standards erwies sich bisher im Bereich des Betriebsbündelfunks (z.B. Werksfunk auf Firmengelände); dage- gen gibt es seit vielen Jahren überall Ausfälle bei „Großlagen“ 1.
3. Im Notfall gefährlich verringerte Flexibilität: Für planbare Anwendungen mit spezieller Gruppenkommuni- kation ist der Bündelfunk TETRA von Vorteil; er ist jedoch unflexibel bei spontanen Reaktionserfordernissen, da stets eine Programmierung erforderlich ist2.
4. Grundsätzliche Datenschutzprobleme: Daten von 500.000 BOS-Angehörigen werden von einer amerikanisch- französischen AG bzw. deren Deutschland-GmbH - Alcatel-Lucent Digitalfunk-Betriebs-GmbH3 - verwaltet.
5. Verschlüsselung: Diese ist für die Polizei erforderlich und im Digitalfunk tatsächlich technisch einfacher als beim Analogfunk; jedoch wurde auch die TETRA-Verschlüsselung (z.B. Motorola-Endgeräte) bereits relativ leicht geknackt. Im BOS-übergreifenden Notfall kann sich Verschlüsselung auch als Gefahr erweisen4.
6. 20-fach höherer Stromverbrauch als der bisherige Analogfunk und mangelhafte Notstromfähigkeit: Dadurch gerade im Katastrophenfall Gefahr für Einsatzkräfte und Bevölkerung5. TETRA-Masten sind untereinander auf Richtfunkstrecken angewiesen, so dass beim Ausfall eines oder mehrerer Sender das Netz weiträumig ausfal- len kann.
7. Alarmierung ungesichert: Für den Ersatz des beim Analogfunk integrierten Alarmmelde-Systems muss bei TETRA zusätzlich ein komplett neues digitales Pager-System aufgebaut werden. Falls die Netzabdeckungs- probleme in den Städten mit Probebetrieb fortbestehen oder die Industrie wegen zu geringer Stückzahlen oder technischer Probleme (Akkus) in der Produktion das Projekt nicht zu Ende führen will, wird der Analog- funk weiterhin allein schon deshalb dauerhaft benötigt (wie z.B. in Österreich, wo teilweise TETRA im Einsatz ist).6
Der teilweise Verlust von Flexibilität, der Verlust von Dezentralität und Netz-Redundanz7 sowie die Mängel im Autar-kiebetrieb bei Stromausfall bewirken insbesondere im Katastrophenfall eine deutlich höhere Ausfallwahrscheinlichkeit und längere Ausfallzeiten - gerade dann, wenn der Funk am dringendsten gebraucht würde.8
Wegen der viel höheren Ausfallrisiken darf auf Analogfunk oder ein zweites dezentrales System grundsätzlich nicht verzichtet werden, wonach es derzeit, zumindest mittelfristig, ohnehin aussieht9. Damit sind Hauptvorgaben des Ge-samtprojekts, die vollständige Ablösung des Analogfunks sowie die allgemeine Finanzierbarkeit, zu bezweifeln.
Faktensammlung
TETRA - Digitaler BOS-Funk
www.diagnose-funk.org | faktensammlung: TETRA | seite 2
Zusammengestellt ohne Anspruch auf Vollständigkeit: www.diagnose-funk.de in Zusammenarbeit mit www.feldkirchen-westerham-tetra.de 12.05.2011
B) FINANZIERUNG UND HAFTUNG
1. Nicht versicherbar: Mobilfunkrisiken sind nicht versicherbar. Alle Standortbetreiber sind GmbH’s, die im Scha-densfall insolvent gehen. Die Rechtssprechung könnte, wie in Italien, auch bei uns eines Tages das verfassungs-mäßige Recht auf körperliche Unversehrtheit höher bewerten als die allen Genehmigungen zugrunde liegen-den hohen Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung.10
2. Noch kaum Transparenz zu Investitionserfordernissen und laufenden Kosten bei Kommunen11: Bisher wurde die Diskussion auf die reinen Netzausbaukosten reduziert, ohne Berücksichtigung von Reparaturkosten, Ersatz-beschaffungszyklen, dem 20-fachen Stromverbrauch oder dem Gerätekauf bei gemeinnützig-privaten Rettungsorganisationen wie DLRG u.a..
3. Nicht absehbare Nachrüstkosten in tiefen Gebäuden: Nachdem das ursprüngliche Ziel der flächendeckenden inhouse-Versorgung in größeren Gebäuden vielfach (doch) nicht von den Basisstationen aus gelingt, drohen hohe Nachrüstungskosten, wo bisher schon Funkleitungen liegen und teilweise sogar teurer Neueinbau.
C) PROJEKT UND TRANSPARENZ sowie
BETEILIGUNG DER BETROFFENEN
1. Seit Jahren unerfüllte Versprechen: Enttäuschender Terminverlauf und Hinhalten von Politikern und Bürgern trotz angeblich ausgereifter Systemtechnik.
2. Grenzübergreifende Kommunikation nicht möglich: In Europa muss man grenzübergreifend kommunizieren können. Fakt ist, dass Tschechien, Schweiz und Frankreich sowie die Bundeswehr das Digitalfunksystem TETRA-POL benutzen, ein mit TETRA auch nach vielen Jahren großer Bemühungen nicht kompatibles Funksystem.
3. Bisher keine objektiven Vergleiche: In der Argumentation der Projektverantwortlichen werden die Nachteile von TETRA nicht erwähnt. Statt dessen erfolgen Beschwichtigungen4 und unsachliche Informationen wie: Die Strahlenbelastung sei geringer als bei Analogfunk, da die Endgeräte nur 1 statt 6 Watt leisten und im Gegenzug 3500 Analogsender abgebaut würden.
Unerwähnt bleibt, dass Analoggeräte und Sender nur bei echter Funk-Kommunikation strahlen, TETRA-Sender dagegen permanent. Außerdem zählt man zu den 3500 abzubauenden Sendern auch jedes ortsfeste Funkge- rät/Relaisstation, auch die vielen, die nicht mit Sendemasten vergleichbar sind.
4. Mangelnde Bürgerbeteiligung und nur vermeintliche Alternativlosigkeit: Nach jahrelanger Geheimhaltung entscheidender Kernthemen des Projekts wird den betroffenen Kommunen und Bürgern mitgeteilt, es gäbe keinerlei technische Alternative. Kooperation wird vorausgesetzt und grundsätzliche Kritik käme nur in Einzel- fällen vor und sei deshalb chancenlos.
Die vom Innenministerium bzw. der Projektgruppe DigiNet bislang argumentierte Alternativlosigkeit und Aus- sichtslosigkeit einzelner kommunaler Gegenstimmen sind jedoch kein akzeptables Argument mehr, denn die Nachteile von TETRA und grundsätzliche Probleme werden immer offensichtlicher; alle professionell gemanagten Großvorhaben haben die Pflicht, im Rahmen des Projektrisikomanage- ments für den Fall eines (partiellen) Scheiterns alternative Planungen vorzuhalten;
viele Kommunen und Anwender werden die Fakten erkennen und eine objektive Überprüfung des Pro- jektes fordern.
D) GESUNDHEITSBELASTUNG
1. Strahlungsbelastung durch 24h-Sendebetrieb: Der Organisationskanal bei TETRA sendet immer auf voller Leis-tung 24 Stunden am Tag, was insbesondere bei Anwohnern der Sendestationen zu hohen und dauerhaften Immissionen führt. Die benutzte Frequenz von ca. 400 MHz dringt tiefer als die Signale anderer Mobilfunknet-ze in Gebäude und Körper ein. Die gepulste hochfrequente Strahlung der TETRA-Signale kann zumindest in der Langzeitwirkung als grundsätztlich inkompatibel zu biologischen Systemen angesehen werden. Zusätzlich ge-fährlich: Die Pulsierung von 17,65 Hertz (Endgeräte) liegt - anders als beim Handy - im Bereich der Beta-Wellen der menschlichen Gehirnaktivität.
www.diagnose-funk.org | faktensammlung: TETRA | seite 3
Zusammengestellt ohne Anspruch auf Vollständigkeit: www.diagnose-funk.de in Zusammenarbeit mit www.feldkirchen-westerham-tetra.de 12.05.2011
2. Fraglicher Schutzstandard: Die Einführung von TETRA wird mit der 26. BImSchV (Bundesimmissionsschutz Ver-ordnung) gerechtfertigt. Die dort formulierten Grenzwerte für Mikrowellenbestrahlung schützen jedoch aus-schließlich vor Schäden durch eine übermäßige Gewebeerwärmung innerhalb weniger Minuten. Sie beruhen auf den Empfehlungen der ICNIRP, einem privaten Verein industrienaher Wissenschaftler. Die Arbeit dieser Kommission wird vielfach kritisiert.12,13 Das Europäische Parlament hat die Schutzstandards der ICNIRP für die Beurteilung von sog. nichtthermischen, biologischen Effekte in lebenden Organismen 2009 als untauglich be-zeichnet und eine sofortige Überarbeitung angemahnt.14 Am 6. Mai 2011 hat das Komitee für Umweltschutz und Landwirtschaft der Europäischen Union einen umfangreichen Forderungskatalog mit weitgehenden Schutz-forderungen aufgestellt und zur umgehenden Anwendung des Vorsorgeprinzips gemahnt, um den absehbar hohen Kosten versäumter Vorsorge entgegen wirken zu können.15
3. Erstmals Vollflächenabdeckung: Der bisherige Digital-Mobilfunk (v.a. GSM) deckt derzeit ca. 70% der Landes-fläche ab, TETRA hat 96% zum Ziel und wird relativ gleichmäßig 82 Millionen Bundesbürger mit gepulster Mik-rowellenstrahlung erreichen.16 Damit wird ein Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung in Kauf genom-men.
Das gesamte Projekt TETRA wird als alternativlos dargestellt. Die Anwendung des Vorsorgeprinzips ist nicht zu erken-nen. Zu den vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegebenen TETRA-Studien werden erst 2013 Ergebnis-se erwartet.
FAZIT
Aufgrund der technischen und z.T. auch bereits finanziellen Krise des Projekts TETRA bei gleichzeitig hoher Bedeutung des BOS-Funks für das Gemeinwohl sind politische und öffentliche Kontrollen dringend erforderlich. Die in die Verant-wortung für alle Bürger gewählten politischen Gremien (Kreistag, Landtag, Bundestag) sind aufzufordern, objektive Aufklärung, insbesondere zur Sicherheit und Finanzierbarkeit sowie zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Funk-systemen, durchzusetzen. Dabei sind unabhängige Meinungen zu hören und Praxiserfahrungen von Anwendern im In- und Ausland zur Kenntnis einzuholen.
MORATORIUM
Eine Überprüfung des TETRA-Ausbaus ist dringend erforderlich. Der Einsatz von Steuergeldern ist auszusetzen und der Ausbau des Netzes in der Fläche zu stoppen, solange die gegen dieses Projekt sprechenden Fakten nicht eindeutig widerlegt sind. Die Überprüfung sollte mindestens folgendes beinhalten:
Objektive Zwischenbilanz zum Erfüllungsstand der Leistungszusagen (inklusive Gewährleistungshaftung)
Gesamtbetrachtung aller Kosten und Aktualisierung der Einschätzung der Finanzierbarkeit auf allen Ebenen
Nachweis bestandener Stresstests in den aktuellen Probebetrieb-Gebieten
Analysen zur Sicherheit der Technik TETRA, insbesondere objektive Analyse der diversen Ausfallrisiken der Systemarchitektur für ein Großnetz
Nachweis des Datenschutzes und der Verschlüsselung ohne Einschränkung der Tauglichkeit in Großlagen
Offene Erörterung der Gesundheitsrisiken für Einsatzkräfte und Bevölkerung
Aktualisierte Analyse des Bedarfs der verschiedenen BOS unter Einbeziehung der Praxisanwender
Diskussion von Alternativen, unabhängig von den TETRA- bzw. Projekt-Lieferfirmen
www.diagnose-funk.org | faktensammlung: TETRA | seite 4
Zusammengestellt ohne Anspruch auf Vollständigkeit: www.diagnose-funk.de in Zusammenarbeit mit www.feldkirchen-westerham-tetra.de 12.05.2011
VERWEISE:
1) In den wenigen vergleichbaren TETRA-Großnetzen sind die Probleme seit Jahren so gravierend, dass man die Entscheidung für TETRA vielfach bedauert. Englands Polizei betreibt das weltweit größte TETRA-Netz und hatte allein im Jahr 2008 34 „system breakdowns“; aus Holland und Dänemark wird berichtet, dass TETRA bei Großlagen extrem anfällig ist und auch im Normalbetrieb oft nicht richtig funktio-niert bzw. ohne ausreichende Vorwarnung abbricht, so dass vier holländische Feuerwehrgewerkschaften wieder zum Analogfunk zurück-kehren wollen – siehe http://www.telecompaper.com/news/dutch-firemen-unions-reject-c2000-portophones und
http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/14/daenemark-probleme-mit-digitalfunk/. Folgendes Beispiel aus Holland wurde inzwischen auch von DigiNet als „Fehler im TETRA-Netz“ bestätigt: Totalausfall aller Funkkommunikation beim Flugzeugabsturz der Turkish Airlines-Maschine (2009 in Amsterdam/Shipol) - bereits 40 Feuerwehrfahrzeuge waren zu viel. Aus den Erfahrungen ziehen Praktiker auch Konse-quenzen: Die Feuerwehr Utrecht/Drente kaufte angeblich letztes Jahr 700 neuen Analogfunkgeräte der Firma Kenwood.
2) Im Notfall keine spontane Gruppenbildung möglich; vgl. auch „Gruppenkommunikation“ mit Handy: Gezielte Telefonie aber chancen-los, wenn die Nummer des Partners nicht bekannt ist. Dagegen können sich beim Analogfunk auch viele unbekannte Partner spontan und gleichzeitig per Kanalwahl „einschalten“.
3) Alcatel und Lucent waren vor einigen Jahren laut Aussage des heutigen Vorstandsvorsitzenden fast insolvent und fusionierten zur Al-catel-Lucent AG, einem US-französischen Konzern, dessen Digitalfunk-Betriebs-GmbH Deutschland alleiniger Netzbetreiber sein wird. (Die Verträge wurden vor der Transparenzoffensive des bay. Innenministeriums unterzeichnet). Alcatel-Lucent zahlte zuletzt in den USA 137 Mio. US$, um Klagen wegen Bestechung bei Auftragsvergabe in mehreren Länder abzuwenden.
(http:/www.golem.de/1012/80362.html ) Beispiel für ein Daten-Leck einer zentralen Datenhaltung: „Österreichische Patientendaten landeten im Netz“
http://www.heise.de/ct/meldung/oesterreichische-Patientendaten-landeten-im-Netz-755193.html
4) In München musste wegen diverser Mängel am 19.2.11 auf Analog zurück gegangen werden und entgegen der Aussage des TETRA-Chefs-Bayern ORR Zacher: „Dies sind normale Installationsprobleme, die werden in ein bis zwei Wochen behoben sein“, suchte die Berli-ner Bundesbehörde BDBOS Anfang April 2011 immer noch nach dem „Fehler im Funknetz“. Äußerung Herr Zacher dazu am 29.03.2011: „Da habe ich mich geirrt.“ Die Presse bzw. der Polizeisprecher meldeten z.B. Probleme wegen „besonders sicherer Verschlüsselung“
http://www.tz-online.de/nachrichten/muenchen/probleme-beim-polizeifunk-neues-digi-netz-abgeschaltet-meta-1130069.html
5) http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wenn-alle-lichter-ausgehen/ und
http://www.tab-beim-bundestag.de/de/aktuelles/20110512.html
6) Bisher falsche Versprechungen: Zitat DigiNet-website-FAQs: „Für die Alarmierung wird ein auf TETRA basierendes System entwickelt, das 2009 erwartet wird.“
7) Im bisherigen Analogfunk fallen praktisch nie alle Frequenzen gleichzeitig aus;
8) Vgl. http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wenn-alle-lichter-ausgehen/
9) U-Bahn, Talregionen, Alpenraum , evtl. zu teure Nach- und Neuausrüstung großer Gebäude: Eine Abschaltung des bestehenden Ana-logfunksystems ist noch auf viele Jahre hinaus nicht zu erwarten, so dass auch Regionen ohne TETRA-Netzversorgung genug Zeit bleiben wird für die objektive Prüfung der Option Digitalfunk. Bergwacht und MVG-München/U-Bahn setzen z.B. noch auf viele Jahre hinaus auf Analogfunk. Die Behauptung, dass bald der Analogfunk abgeschaltet werden könnte und dann„weiße Flecken“ ohne TETRA-Versorgung plötzlich völlig ohne Funk dastehen würden, ist nicht realistisch. http://tinyurl.com/6455gyy
10) http://www.zeit.de/online/2008/47/handystrahlung-interview
11) vgl. http://www.stmi.bayern.de/imperia/md/content/stmi/sicherheit/inneresicherheit/diginet/diginet_betriebskosten.pdf
12) Die Arbeit der ICNIRP und das Schutzkonzept der Grenzwerte werden insbesondere auch von unabhängigen Wissenschaftlern kriti-siert: „Die Behauptung einer Schutzwirkung (der Grenzwerte) ist als wissenschaftliche Falschinformation anzusehen. Dies entspricht rechtlich allen Merkmalen des Betrugs und schließt grob fahrlässige bis absichtliche Körperverletzung ein.“ Prof. Volger von der TH Aachen, 2001
13) Neil Cherry, Lincoln Universität (Neuseeland), 31.01.2000, im Auftrag der Neuseeländischen Regierung: „Kritik der Einschätzungen der Auswirkungen auf die Gesundheit in den ICNIRP-Richtlinien für Hochfrequenz- und Mikrowellenstrahlung (100 kHz–300 GHz)“. Cherry bezeichnet hierin die Arbeitsweise der ICNIRP als “konstruktives–nicht–zur–Kenntnis–nehmen” und ihre Ergebnisse als „selektiv, unange-messen und fehlerhaft“.
Nach Überprüfung der ICNIRP-Grundlagen sagte er im Jahr 2000 sinngemäß: Nach „traditionell“ wissenschaftlicher Bewertung sind ge-pulste Mikrowellen Erbgut verändernd, krebserregend und fehlbildend. „Ich behaupte mit Nachdruck, dass die Vorgehensweise und die Schlussfolgerungen von ICNIRP und WHO einen Standpunkt vertreten, der wissenschaftlich fehlerhaft ist Die Gesundheit der Allgemein-bevölkerung wird hierbei aufs Schwerste und Offensichtlichste gefährdet“.
14) Entschließung des Europäischen Parlaments vom 2. April 2009 zu der Gesundheitsproblematik in Zusammenhang mit elektromagneti-schen Feldern: http://www.diagnose-funk.org/politik/politik-int/eu-parlament-macht-druck.php
15) “The potential dangers of electromagnetic fields and their effect on the environment.” Doc.12608, Committee on the Environment, Agriculture and Local and Regional Affairs Rapporteur: Mr Jean HUSS, Luxembourg, 6. May 2011
http://www.diagnose-funk.org/politik/politik-int/eu-ausschuss-fordert-kurswechsel.php
16) Zahlen aus dem Schreiben DigiNet vom 31.03.2011 an die Gemeinde und die BI Feldkirchen-Westerham
24.05.11Keine Kopfschmerzen mehr nach dem Umstellen des Bettes!Sehr geehrter Herr Westenhoff,
endlich ist die Zeit gekommen, um Ihnen ein Feedback über die Wohnungsuntersuchung bei uns zu geben. Offen gestanden war ich eine Zeit lang etwas skeptisch, was die Wirkungen von Wasseradern oder anderen Erdstrahlen auf uns Menschen anbelangte. Nach Ihrem Rutengang und Prüfung unserer Wohnung haben wir unsere Betten umgestellt. Seitdem sind nun endlich die migräneartigen Kopfschmerzen, die ich fast täglich hatte verschwunden.
Vielen Dank auch für den Grundkurs den ich bei Ihnen, absolviert hatte. Der Kurs wurde sowohl in der Theorie als auch in der Praxis sehr gut und fachlich Kompetent vermittelt. Für ernsthaft Interessierte ist der Kurs sowie die Haus- Wohnungsuntersuchung sehr zu empfehlen.
Mit herzlichen Dank und vielen Lieben Grüßen, Familie Raabe |